Diese Seite gehört Italien. Allerdings habe ich zwischen 1991 und 2017 immer wieder “nur” die Berge im Norden besucht. Die aber dann auf mehreren Reisen fast komplett von West bis Ost.
Eines Tages soll noch der Rest des “Stiefels” folgen...

Ich lasse hier schon mal ein wenig Platz um später noch eine Karte des Landes mit der entsprechenden Reiseroute einzufügen.

Angefangen hat alles bereits 1991, als ich mit Freundin und Freunden im Wohnmobil unterwegs war. Weil wir es in Österrreich so schön fanden blieb letztlich für Italien und die Schweiz fast keine Zeit mehr. So war Bozen schon unser Wendepunkt und die analogen Fotos von damals habe ich noch nicht eingescannt.

Der nächste nenneswerte Besuch im Herbst 1998. Damals stand der Como See nebst Umgebung auf dem Plan.
Auch diese Fotos warten noch auf die Digitalisierung.

2005 war der Besuch noch kürzer, aber nicht minder lohnend. Am 3.September wurde das Stilfser Joch für den motorisierten Verkehr gesperrt und tausende von Radfahrern eroberten den Pass von Prad aus. Für die 25 Kilometer mit 1844 Höhenmetern und 48 Kehren brauchte ich ohne den letzten Druck 2 Stunden und 11 Minuten. Nicht schlecht, würde ich sagen...

Im Spätsommer 2009 war ich auf dem Weg nach Frankreich und blieb ein paar Tage im Aostatal. Schöne Gegend, tolles Wetter und niedrige Preise luden zum Verweilen ein. Mit dem Rennrad habe ich an einem Tag den Aufstieg bis Breuil-Cervina in Angriff genommen. Eine tolle Strecke an deren Ende man theoretisch mit dem Blick auf das Matterhorn belohnt wird. Leider nur theoretisch, denn an diesem Tag hat sich der Gipfel trotz herrlichem Wetter in den Wolken versteckt.

Im Aostatal                          der Aufstieg in die Berge          Breuil-Cervina                       das verborgene Matterhorn

Dann hat es bis zum Anfang November 2010 gedauert bis ich mit netter Begleitung Meran und Umgebung für ein paar Tage besucht habe. Die Gipfel rings um waren zu der Zeit schon schneebedeckt, aber im Tal hatten wir praktisch noch Spätsommer. Die Gegend faszinierte mich sehr und machte Appetit darauf wieder hier her zu kommen und mehr zu sehen. Vor allem der Ausblick ins Tal hinauf zu den Pässen nach Österreich macht mich richtig kribbelig. das wäre was für mich und das Rennrad...

unterwegs in den Bergen um Meran                                       ein wirklich alter Einheimischer

ein sehr lohnender Besuch von Schloss Trauttmannsdorff, am Rande von Meran, ehemals Lieblingsort von Kaiserin Sissi

Erneut vergehen Jahre und es wird 2015 bis ein etwas längerer Besuch gelingt. Ende August habe ich Urlaub und fahre mit dem Auto von Luzern nach Meran. das Wetter ist fast durchweg herrlich und ich kann die Berge genießen. Wanderschuhe sind genau so im Gepäck wie mein Rennrad, bereit für neue Abenteuer. Unter bewölktem Himmer gleich am ersten Tag eine Erstürmung vom Jaufenpass, nördlich von Meran gelegen. Ein paar Fotos auf der Strecke, doch ohne Sonne recht unspektakulär. Tags darauf sieht es schon viel besser aus und eine Bergtour steht an. Über Dorf Tirol führt mein Weg bis hinauf zu den Spronser Seen in 2.500 Meter Höhe und in einer großen Schleife wieder hinunter nach Meran.

Blick vom Dorf Tirol                 da soll es hinauf gehen            Lago Lungo                          Oberkaseralm

Tags darauf gebe ich meinem Körper eine wohlverdiente Pause und spaziere ein wenig durch das schöne Meran

Nach der Ruhepause stehen neue Herausforderungen an. Bis St. Leonhard nehme ich das Auto um dort auf das Rennrad umzusteigen. Ein Juwel der Alpen steht an: das Timmelsjoch. Auf 29 Kilometern warten 1821 Höhenmeter, wobei vor allem die zweite Hälfte spektakulär und steil ist. Auch ohne großes Training in diesem Sommer bezwinge ich den Berg und bin einfach nur noch glücklich.
Am späten Nachmittag mit Sack und Pack weiter hinein in die Dolomiten, genauer gesagt nach St. Christina in Gröden. Ein beschauliches Dörfchen mitten in den Bergen, ganz so wie man sich es vorstellen kann und soll. Ich fühle mich von Anfang an wohl, und das vorgebuchte Hotel gibt mir dann sogar ein riesiges Familienzimmer mit einem Bad in dem man tanzen kann.
Allerdings schlägt der antibiotische Kampf gegen einen Parasiten, den ich seit Indien mit mir herumschleppe, heftig zu und ich muss einen Tag lang das Bett hüten. Eigentlich eine Schande bei dem sonnigen Wetter und der herrlichen Gegend.

mein Begleiter in die Berge        Timmelsjoch - da will ich hoch    spektakuläre Serpentinen        der Blick geht weit

die Dolomiten - ein Werbeplakat                    St. Christina in Gröden, ein Ort der zum Verweilen einläd

Nach dem Tag Bettruhe geht es mir wieder besser und die nächste Wanderung in die Berge steht an, auch wenn es da ab und zu heißt die Arschbacken zusammenzukneifen und den Geist über den Körper triumphieren zu lassen. Auf meinem weiteren Weg halte ich und erkunde die Berggruppe um den Langkofel und seinen nahen “Bruder”, den Plattkofel. Das Wetter so herrlich wie die letzten Tage schon, und mit jedem Ausblick und jedem Atemzug geht es aufwärts mit mir. Nach der wunderschönen Wanderung darf mein Colt auf der schmalen und kurvenreichen Strecke zeigen was in ihm steckt. Auch ihm scheinen die Berge hier eine riesen Freude zu bereiten...
Meine nächsten Nächte verbringe ich in Toblach, Im Winter ein Langlaufparadies. Aber auch im Sommer kann sich die Gegend sehen lassen und ich freue mich auf weitere abenteuerliche Tage.

             das Wandergebiet von Plattkofel und Langkofel, nicht schwierig, dafür aber wunderschön

                         weitere Eindrücke von Plattkofel und Langkofel

Von Toblach aus geht es zu Fuß in die nahen Berge. Die Fülle hier, vor allem was Klettersteige betrifft, ist überraschend groß und es fällt schwer bei der wenigen verbliebenen Zeit sich zu entscheiden. Für mich ergeben sich inzwischen genug Gründe früher oder später wieder in diese Gegend zu kommen - gern auch etwas länger...
Zurück zu Toblach. Ich erstürme heute den 2.581 m hohen Neunerkofel, muss das aber später per Karte wohl noch bestätigen, es gibt einfach zu viele Gipfel in der Gegend. Auf jeden Fall beginnt die Wanderung ganz normal, abgesehen davon das es steil bergan gehr. Spätestens oberhalb der Baumgrenze wird es dann ernst und auf dem nackten Felsen helfen Haken, Seile und Leitern weiter. Ich bin einer der wenigen der ohne großartige Ausrüstung unterwegs ist, was mich aber nicht daran hindert schnell UND sicher auf den Gipfel zu gelangen. Die Kletterei macht mir ausgesprochen Spaß und die Aussicht von oben ist einfach nur gigantisch zu nennen, vor allem bei diesem herrlichen Wetter.

Aufstieg zum Gipfel                gigantische Ausblicke

Suchbild... inmitten der Felsen sind wir nur kleine Geschöpfe

Meine Zeit in den Dolomiten neigt sich ihrem Ende, aber es bleibt noch Zeit für ein letztes großes Abenteuer. Mit dem Rennrad umrunde ich von Toblach aus das Massiv der “Drei Zinnen”, inklusive dem überaus steilem Aufstieg zur Auronzo Hütte. Das werden mehr als 150 km mit wohl mehr als 2.000 Höhenmetern. Am Ende der Runde bin auch ich am Ende, aber der Tag hat sich mehr als gelohnt :-) 

Berge, Berge, Berge                ich an der Auronzo Hütte        die majestätischen Drei Zinnen   auf dem Weg der Umrundung

Es waren mit An- und Abreise nur neun Tage in den Dolomiten, aber ich habe die Reise ausgesprochen genossen. Mag sein das die nun insgesamt 5. (!) Antibiotikakur mit gleichzeitig 3 (!) Antibiotika geholfen hat dem nervigen Parasiten entgültig den Garaus zu machen, vielleicht waren es aber auch die anstrengenden Tage in den Bergen die dafür gedacht waren den Körper über Gebühr zu belasten und mit der Wucht der positiven Gedanken und Energie alles wieder ins Lot zu bringen.
Egal was geholfen hat - wichtig ist DAS es geholfen hat. Ich kehre, wie der Arzt später feststellt, gesund in die Schweiz zurück und bin um ein weiteres Abenteuer in den Bergen reicher.