Der Sommer 2012...   Geschuldet privaten Gegebenheiten brach ich im frühen Sommer des Jahres fast unge- plant zu einer Reise durch Nordwesteuropa auf. Ziel waren vor allem die britischen Inseln und Island, wobei auf dem Weg auch die Beneluxstaaten und ein kleiner Teil Frankreichs lag

Links die erste Karte, wir beginnen mit Holland. Von Bremen aus kommend ging es meist in Nordseenähe weiter nach Belgien. Rechts das Transportmittel der Wahl für diese Reise: mein Mitsubishi Colt GTi - im Foto geparkt bei einem Tages- ausflug auf dem sagenhaften Strand von Römö, Dänemark
Nach geschätzten 35.000 km mit öffentlichen Verkehrsmittel während der letzten Reisen durch Asien und Amerika gönne ich mir diesen Luxus. Auch weil man wahrscheinlich nie wie- der mit günstigeren Benzinpreisen in Europa rechnen kann...

1. Woche vom 1.Juni bis 7.Juni 2012
Es ist der Beginn einer Reise die irgendwie ist wie alle anderen - und doch wieder ganz anders. Praktisch ohne Vorbereitung geht es los und um alles miteinander verbinden zu können auch noch mit Zeitdruck. Die Familie wie auch Freunde sehen und aus diesem Besuchmarathon heraus im Norden Deutschlands ein sogenannter “fliegender Start” aus Brodersby, Schleswig.
Das erste Ziel heißt Bremen, mehr oder weniger weil es auf dem Weg nach Holland liegt. Doch die Wahl war gut. Ich finde ein preiswertes und gutes Hostel etwas außerhalb und streife einen Tag durch die Strassen. Die Bremer Stadtmusikanten, der Roland und die Schlachte sind nur einige Highlights der Stadt. Man kann sich in den schmalen Gassen des Schnoorviertels verlieren oder aber in der Böttcherstrasse den Geburtsort des Kaffee Hag besuchen (wozu eigentlich Kaffee ohne Koffein?). Einzig das Wetter spielt selten mit. Einen Tag habe ich gleich komplett im Hostel verbracht, bei Dauerregen und gefühlten 8°C konnte ich anfangen viel Post zu beantworten und endlich den Reiseplan konkretisieren
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Willkommen an der Küste        Bremen, an der Schlachte         Kaffee Hag, wo alles begann                                                                          
                                                                                     die vier müssten bekannt sein

Montag geht es weiter nach Holland. Groningen als erster Stopp, doch diese Stadt kann im Regen kaum punkten. Besser wird es in Sneek, wo ich auch übernachte. Das Hostel groß, neu, modern - und herrlich am Wasser gelegen. Am nächsten Tag dann über den Damm des IJsselmeeres nach Enkhuizen, ein Geheimtipp der sich lohnt. Wunderhübsche kleine Stadt am Meer, mit vielen Ecken, Gassen, kleinen Kanälen und Booten.

Sneek, Wassertor von 1613      Strasse, auch mal senkrecht     Blick von der Hostelterrasse      malerisches Enkhuizen

Ich nutze das schöne Wetter und schaffe es noch bis Amsterdam. Der Verkehr nimmt sprunghaft zu und ich bin überglücklich mit dem Navigationssystem unterwegs zu sein. Die Strassen sind eng, voll und bei Bedarf wird auch der Damm der Straßenbahn mit genutzt. Amsterdam selbst ist der Hammer. Schier endlos kann man an den Grachten entlanglaufen, hinter jeder Ecke gibt es etwas Neues zu sehen. Und wem Museen, Gassen, alte Häuser, Kanäle und Schiffe nicht reichen der kann sich nachts noch rot beleuchtete Schaufenster mit mehr oder weniger interessantem Inhalt ansehen…

Amsterdam: Schifffahrtsmuseum, Grachten über Grachten und die Häuser größtenteils senkrecht

Ansonsten scheint sich ganz Holland per Fahrrad zu bewegen. Die Chinesen haben bestimmt mehr Räder, dafür ist der pro Kopf Besitz hier höher. Häufig wurde der Bürgersteig zu Gunsten von Radwegen stark verkleinert oder gleich ganz wegrationalisiert. Da sieht man dann auch Lastenräder mit denen sich locker zwei Sack Zement oder auch drei Kinder STVO gerecht transpor- tieren lassen. Wahrscheinlich liegt es auch am Rad fahren das die Einheimischen dermaßen rank und schlank sind. Nach zwei Tagen reicht es mit Großstadt, denn das liegt über meinem Budget. Die Übernachtungen sind recht teuer, vor allem am Wochenende. Das Parken schlägt aber alle Rekorde. Im Zentrum sind wir bei 5 € DIE STUNDE und selbst weiter außerhalb sind es wenigstens noch 3,5 €. Da erscheint Luzern auf einmal recht günstig. Auf jeden Fall finde ich mein nächstes Bett in Heemskerk, und schlafe da nicht irgendwo, sondern im Schloss Assumburg! Nobel, nobel, kann ich da nur sagen!

wie das Land-so seine Boote    Fiets (Räder) so weit das Auge reicht, auch als Nutzfahrzeug      mein Schloss für eine Nacht

2.Woche vom 8. bis 14.Juni 2012
Das Wetter zeigt sich mal von der besseren Seite. Genau richtig für den Besuch des Käsemarktes in Alkmaar. Nach wie vor werden hier Freitags um die 30 Tonnen Gouda umgeschlagen, in traditioneller Uniform, nach traditionellen Richtlinien. Danach gleich weiter nach Süden. Ein Stopp in Leiden, dem Geburtsort von Rembrandt. Hübsche Stadt. Ich schaffe es am Nachmittag noch bis Den Haag, und schlafe dort im Strandbad Schevenningen. Den Haag hat für mich weniger zu bieten und nach drei Stunden ist das Zentrum gesehen. Ich wollte mir eigentlich noch Schevenningen mit seiner langen Seebrücke (ragt über 300 m ins Meer) anschauen, aber am Abend wie am darauf folgenden Morgen machen stürmische Winde einen Besuch am Strand praktisch unmöglich, es sei denn man steht auf sandstrahlen.

Frau Antje                             Käsemarkt in Alkmaar              Den Haag, Innenstadt            Kunst in Den Haag

Samstag nach Osten. Im Nieselregen ein Besuch in Delft, dem Geburtsort Vermeer’s (ein weiterer holländischer Maler) und Hersteller des gleichnamigen Porzellanmusters. Wie ihr seht, wir bleiben sehr kulturell. Es ist in Europa wirklich so das wir durch unsere Geschichte und die vielen Völker mit unterschiedlicher Kultur hinter jeder Ecke etwas neues finden. Weil der Regen nicht nachlassen will verschiebe ich einen Teil des Programms und fahre an Rotterdam vorbei bis nach Dordrecht, wo ich etwas außerhalb in einem wunderschönen Haus Unterschlupf finde. Heute gibt es dort ein BBQ und im Anschluss zusammen mit 40 anderen Fußball auf der Großleinwand im Hostel. Immerhin kann ich als einziger Deutscher dort viele Glückwünsche für das 1:0 gegen Portugal entgegennehmen. Am Sonntag Sonne satt. Ich beginne mit dem verschobenen Programm von gestern. In Kinderdijk scheint die Welt noch stehengeblieben zu sein. Nach wie vor sorgen Windmühlen dafür das das Land unterhalb des Deiches und des Meeresspiegels trocken bleibt. Hat was von Romantik. Dann nach Rotterdam und damit zu einem Kontrast- programm. Im 2. Weltkrieg ähnlich wie Dresden komplett platt gebombt hat sich die Stadt erholt und erstrahlt heute mit einer immer moderner werdenden Architektur. Ich laufe mit einem Plan durch die Stadt der eben solche Gebäude hervorhebt. Die Erasmusbrücke, die Kubushäuser und der noch nicht fertige Wolkenkratzer “De Rotterdam” sind nur einige Beispiele davon. Am besten und einfachsten zu betrachten vom 186 m hohen Euromast, bei dem man nach Erreichen der normalen Aussichts- plattform in einem Drehlift (Euroscoop) weitere 50 m Höhe gewinnen kann. Ganz zufällig kommen dann im nahen Park die ganz Reichen auf einen Kaffee zusammen. Ferrari, BMW und Co als Sonderedition, das Autofahrerherz lacht...

Delfter Porzellan                      Windmühlenromantik pur in Kinderdijk, so ist Holland              Blick vom Euromast, Rotterdam

Kubushäuser, Rotterdam       der ganz normale Autowahnsinn    Karte Belgien mit Route       der Frauen bester Freund

 Mit müden Füßen und der Metro zurück an den P+R Parkplatz außerhalb von Rotterdam. Ich habe inzwischen meine Hausaufga- ben gemacht und plane jeden Großstadtbesuch mit Google und Quellen wie Parkopedia (anders kommt man mit einem begrenz- ten Budget kaum über die Runden). Und habe ich erst einmal eine Adresse, schafft mich das Becker-Navi problemlos dorthin. Als ehemaliger “Unfreund” von Navigationssystemen (ich kann ja nach dem Weg fragen) erweist sich mein gesprächiger Beglei- ter als zuverlässiger Helfer in allen Verkehrslagen. Zurück zum Sonntag. Das Wetter trübt sich ein und spätestens mit dem Eintreffen in Zeeland (südwestlichster Zipfel von Holland und Namensgeber von Neuseeland - da muss ich hin) gehen wieder Regenschauer nieder. So bleibt es auch am nächsten Tag, an dem der Hollandbesuch mit einem Stopp in Middelburg seinen Abschluss findet. Über die Grenze führt die Strecke an Antwerpen vorbei bis nach Mechelen, wo ein dringender Besuch im Waschsalon ansteht. Ich brauche die Hilfe einer Einheimischen, um mit störrischen Maschinen und der flämischen Gebrauchs- anleitung zurecht zu kommen. Doch nach etwas mehr als einer Stunde findet alles seinen sauberen und trockenen Abschluss...
Montag: Ein Spaziergang durchs hübsche Mechelen und am späten Vormittag nach Antwerpen. DIE Stadt der Diamanten. Nach wie vor werden über 60% (es waren mal 80%) des weltweiten Handels von Rohdiamanten in dieser Stadt getätigt. Das sieht man auch! Ein Besuch im Diamond Land ist sehr empfehlenswert. Ich lerne viel über Diamanten, kann Schleifern bei der Arbeit zusehen und lese die Geschichten der wertvollsten Exemplare - nur kann ich danach noch immer keinen Unterschied zwischen einem, sagen wir, Swarovski Armband und den hier gezeigten für 11.000 € sehen. Muss ich ja auch nicht. Ansonsten wäre da noch einiges über belgische Schokolade zu erzählen oder aber dem 570m langen und schnurgeraden Fußgängertunnel unter der Schelde entlang. Ich bleibe in Antwerpen und finde einen Campingplatz von dem man aus die Lichter der Stadt sieht. Cool.
Am Dienstag weiter nach Süden und damit nach Brüssel. Eigentlich die Hauptstadt Europas. Nun, ich sehe mehr Anzüge pro Fußgänger als je zuvor :-) Ansonsten eine sehr schöne Stadt die von allem etwas hat. Auch, das an jeder Ecke gebaut wird. Und was mir neu ist: Manneken Pis hat eine Schwester: Janneken Pis. Is ja niedlich. Ich komme noch bis Leuven und kann mir im dortigen Hostel den zweiten Sieg der deutschen Mannschaft anschauen. Glückwunsch. Nach einem morgendlichen Gang durch Leuven (hat theoretisch die längste Bar der Welt - den Marktplatz der bei schönem Wetter zu einer einzigen Bar wird) ein weiters Stück europäischer Geschichte: Waterloo. Vom Löwenhügel aus (ein im nachhinein aufgeschüttetes Denkmal) hat man einen guten Blick über das ehemalige Schlachtfeld, auf dem sich am 18.Juni 1815 fast 300.000 Mann gegenüberstanden. Der preußische Generalfeldmarschall Blücher war es schließlich der hauptsächlich zur Niederlage Napoleons beitrug.

Scheldetunnel, gebaut 1932           Geschwister in Brüssel              der Markt in Leuven               bei Waterloo

3.Woche vom 15. bis 21.Juni 2012
Nach einer ruhigen Nacht im Hostel in Laarne (2 Gäste bei Platz für über 100) ein Besuch in Gent. Eine weitere hübsche kleine Stadt in der man sich stundenlang in kleinen Gassen verlieren kann. Ich bleibe einen halben Tag bevor mich der Weg vorbei an Brügge bis nach Blankenberge führt. Ein sehr schönes Hostel verlangt dort für Übernachtung mit Frühstück gerade mal 13 € und verfügt nebenbei über eine der bisher am besten ausgestatteten Küchen. Und weil ich auf Grund der wenigen Gäste auch wieder ein Zimmer für mich habe wird um eine Nacht verlängert. Am Samstag ein Besuch in Brügge. Der Reiseführer hatte bereits gewarnt, doch nachdem es bisher überall recht ruhig war bin ich von den Touristenmassen in der Stadt mehr als überrascht! So viele Menschen. Okay, Brügge ist schön, aber Städte wie Gent zeigen fast das selbe Niveau. Ich verlasse bald das hektische Zentrum und finde noch so manche sehenswerte Ecke mit weit weniger Trubel.

malerisches Gent                   man beachte die Flagge!!!        welches Bier darf es sein???    Brügge, eine der ruhigen Ecken

Am Sonntag zu einem der dunklen Kapitel europäischer Geschichte. Im südlichen Flandern komme ich nach Ypres (Ieper), zu einem der schlimmsten Schauplätze des 1. Weltkrieges. Besuche im Deutschen Soldatenfriedhof in Langemark und im Friedhof Tyne Cot zeigen Teile des unglaublichen Ausmaßes der Schlachten in der Gegend. Da verballerte man im Sommer 1917 in zwei Wochen über 4,2 Millionen Geschosse und um die Frontlinie in 100 Tagen gerade mal 8 km zu verschieben wurden unter schrecklichen Umständen über 460.000 Soldaten getötet, verwundet oder gelten als vermisst. Das ist eine der Gründe dafür warum auf dem Friedhof in Langemark nur 12.000 Namen Gräbern zugeordnet werden konnten, 35.000 Namen sind ohne Zuordnung in große Wände eingraviert. Das selbe in Tyne Cot, dem größten Friedhof alliierter Streitkräfte auf europäischem Boden. Das lässt einen nachdenklich werden..
Am Abend als letzte Ehre für die Gefallenen ein Besuch bei “the last post” in Ypres und hinterher die schwierige Suche in der Stadt eine Bar zu finden die über einen Fernseher verfügt. Doch das gelingt und bei ausgesprochen gutem belgischen Bier, welches bis zu 9,2% Alkohol enthält, kann ich den dritten Sieg der deutschen Mannschaft feiern
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Deutscher Sodatenfriedhof in Langemark, bei Ypres                Friedhof Tyne Cot                  Ypres bei Nacht

Nach einer Campingnacht verlasse ich am Montag Belgien und fahre in Frankreich bis nach Calais. Vom dortigen Zeltplatz kann man schon das Fährterminal und die großen Fähren sehen. Noch ein Bummel durch die Stadt und am Abend das dunkle Donnern der Schiffsdiesel welches mich in den Schlaf wiegt. Am Dienstag Morgen fährt mich DFDS Seaways hinüber nach Dover, wo bei schönstem Sonnenschein die weißen Klippen von England grüßen. Irgendwie ist es so als würde das Abenteuer jetzt erst so richtig beginnen. Als erstes gilt es dem Kopf einzubläuen das ab sofort LINKS gefahren werden muss, was erstaunlich schnell gelingt. Mein nächstes Ziel ist Canterbury mit seiner berühmten Kathedrale. Sehr eindrücklich. Vorbei an Maidstone und seinem Leed’s Castle fahre ich über teils winzige Strassen die praktisch ins Grün hineingeschnitten wurden bis Winchester. Dort die dritte (trockene!) Campingnacht in Folge. Am nächsten Tag das erste ganz große Highlight:
Stonehenge. Man darf nur auf 50 m an die Steinkreise heran, es sind Hunderte von Menschen dort und ein Highway führt
nur 300 m entfernt vorbei, und trotzdem wirkt dieser magische Ort. Ein (praktischerweise in deutsch erhältlicher) Audioguide erzählt alle Geschichten und alle Geschichte. Nebenbei bleibt genug Zeit und Raum alles auf einen wirken zu lassen. Genial.
Am Tag schaffe ich noch Besuche am Old Serum und in Hungerford Castle bevor der Weg bis nach Bristol führt. Matt und Nikki hatten mich zu einem Besuch eingeladen. Wir trafen uns 2010 in Südamerika und stehen seit dem in Kontakt. Bristol hat einiges zu bieten, nur schlägt der kalte und nasse Sommer wieder zu, was selbst für britische Verhältnisse unüblich ist.

Calais und Kunst                     die Klippen von Dover             Stonehenge                          Fotos und ich - naja

Karte England, Teil 1              Kunst in Bristols Strassen         die Lynnel’s, im September        eine Uni in Oxford

4.Woche vom 22. bis 28.Juni 2012
Freitag gelingt es mir erneut trotz Wetterkapriolen fast trocken durch Bristol zu kommen und mehr vom Hafen, der riesigen Hängebrücke aus dem 19. Jahrhundert und ein paar Museen zu sehen. Abends als kleiner Abschied ein Besuch zusammen mit Freunden von Matt und Nikki in einem nahen Pub, in dem es wirklich typisch britisch zugeht.
Samstag geht es mit dem Auto weiter. Durch kleine Dörfer in Cotswold bewege ich mich langsam auf London zu, ein letzter Stopp davor im traditionsträchtigen Oxford. Unis, Büchereien und jede Menge Touristen die sich die Kaderschmiede unserer Führungskräfte von morgen anschauen wollen. Geschafft von dem Tag ein spätes Eintreffen in London Heathrow. Das Hostel entpuppt sich als indisch (?!) geführter Pub in einem arabisch moslemischen Viertel. Sauberkeit? Naja. Die Gegend? Naja. Aber die Zimmer sind günstig, ich kann mein Auto kostenlos abstellen und die U-Bahn ins Zentrum von London startet 300 m weiter. Also Augen zu und durch. Mein einziger Zimmerkollege entpuppt sich als italienischer Kellner. Na das passt doch wieder.
Sonntag und Montag Sightseeing in London. Die Stadt hält was sie verspricht. Definitiv. Ich bin froh mit der U-Bahn unterwegs zu sein, abgesehen von umgerechnet 10 € Einfahrtsmaut ins Zentrum werden bis zu 8 € pro Stunde Parkgebühren fällig.
Am Sonntag präsentiert sich die Innenstadt erstaunlich ruhig und ich flaniere ohne Stress vorbei an der St. Pauls Kathedrale, dem Tower, der Tower Bridge, London Eye, Big Ben, Westminster Abbey, Buckingham Palace und, und, und. Das Wetter zeigt sich von seiner schönsten Seite und meine Haut gewinnt eine leichte Urlaubsbräune
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die Tower Bridge                   Westminster Abbey mit Big Ben   Riesenrad London Eye          an der Themse: alt und neu

Job in London, Teil 1

Montag: mehr London. Trafalger Square, Hyde Park, Briti- sches Museum (genial) und Naturkundemuseum (mit einem Blauwal in Originalgröße) bis ich müde bin. Tags darauf Waschtag und übersiedeln nach London Gatwick, wo ich am Abend meinen Besuch aus der Schweiz vom Flughafen abhole. Da kann ich dann am Mittwoch ein wenig Stadtführer durch London spielen. Donnerstag als Kontrastprogramm ein Stück Hinterland mit dem schönen Arundel Castle und schließlich meine Besucherin wieder zum Flieger nach Gatwick bringen, womit die schöne Zeit in London endet.

Job in London, Teil 2

Am Donnerstag Abend ist noch einiges zu tun, denn ich muss meine gesamte Ausrüstung auseinandernehmen und neu packen um für das morgen beginnende Abenteuer bereit zu sein: Island.
5.Woche vom 29. Juni bis 5.Juli 2012

Am Freitag startet der Tag grau und regnerisch. Ich breche südlich von London auf und habe 100 km bis zum Flughafen Stansted vor mir. Das Navi schickt mich doch tatsächlich mitten durch London, was auf Grund des massiven Verkehrs zeit- weise nervig ist. Um die Metropole herum wäre aber kaum besser gewesen und mein technischer Helfer verhindert haarscharf das ich in die zu bezahlende Innenstadt muss :-). Am Nachmittag stelle ich den Mitsubishi auf den vorab gebuchten Langzeit- parkplatz bei Stansted ab (nur 130 € für 4 Wochen!) und vertrödele die Zeit bis zum Abflug mit Iceland Express (22.40 Uhr)
 


Hier eine kleine Unterbrechung der Tour. Die nächsten vier Wochen bin ich in Island, wofür es eine extra Reisebeschreibung gibt. Dafür ganz einfach die isländische Flagge auf der Haupseite anklicken.

 

9.Woche vom 27.Juli bis 2.August 2012
Ich bin zurück aus Island und setze die Reise durch Großbritannien fort. Noch am Freitag lande ich in London und bin um 23.00 Uhr am Auto, was nach einem Monat Stillstand ein wenig bockt. Mit ein wenig gut zureden geht es dann. Mitternacht erreiche ich  Cambridge, auch wenn die Orientierung schwer fällt, es ist nämlich meine erste dunkle Nacht seit einem Monat. Das Hostel in Cambridge ist voll, der nahe Campingplatz exklusiv für Wohnmobile. Also im Auto schlafen, was bequemer ist als erwartet. Samstag nach Saffron Walden, aber das Hostel dort hat vor sechs Monaten geschlossen. Dafür ist die Stadt hübsch, mit alten Häusern, einem lustigen Heckenlabyrinth und dem altherrschaftlichen Audley End House. Übernachtet wird auf einem Campingplatz in der Nähe, das Wetter ist super und ich kann noch große Wäsche machen.
Sonntag weiter nach Leicester, wo ich Piotr besuche. Ich hatte drei Polen 2009 in Nordvietnam getroffen (siehe Reisebericht Asien), und den Kontakt gehalten. Na das war eine Wiedersehensfreude. Zur Überraschung war sogar Kami 200 km aus Süd- england gekommen, das geht sogar mir ans Herz :-). Ich bleibe bis Mittwoch bei Piotr und seiner Freundin, fange an Fotos zu ordnen und die weitere Reise grob zu planen. Das Wetter zeigt sich typisch englisch, also recht nass, doch es reicht das Piotr und ich eine schöne Radtour ins Umland von Leicester machen können. Mittwoch auf nach Norden. Seit Stonehenge bin ich für ein Jahr Mitglied von English Heritage. Der Beitrag von 47 brit. Pfund berechtigt zum kostenlosen Eintritt in 400 Kulturstätten von England und Wales, für weitere 100 gibt es Rabatt. Dazu gab es ein Buch mit Beschreibung nebst Landkarte, auf der ich nun alle Stätten links und rechts meines Weges abgrase. Und Dank Navi (das Ding ist genial, finde nun auch Campingplätze, Hostels und bestimmte billige Tankstellen damit), gebe ich nur den jeweiligen Postcode ein und plane meine Route damit. Technik die begeistert. Am Mittwoch liegen auf dem Weg: die Ruine Kirby Muxloe Castle (hübscher roter Backstein), die Hardwick Old Hall (ganz okay) und das Bolsover Castle (beeindruckend gut erhalten). Das war es mit Kultur für heute. Vom Hostel in Hathergate reicht es am Abend noch für eine Wanderung auf den Win Hill.

Karte, England, Teil 2               Audley End House                    Kirby Muxloe Castle                 im Bolsover Castle

Donnerstag Morgen geht die Kulturreise bei schönstem Wetter weiter. Zuerst ein Besuch des Friedhofs von Hathergate. Little John liegt da begraben, engster Vertrauter von Robin Hood (also kein Märchen). Dann zur Burgruine von Peveril nebst dem hübschen Dorf (die Grundschule in einem Haus aus dem 19. Jh.) und der Schlucht gleich neben an. Noch vor dem Mittag die Überreste der Roche Abbey in einem versteckten Tal und am Nachmittag das Conisbrough Castle, seines Zeichens so etwas wie ein Überlebensbunker aus dem Mittelalter. Viel Mauer, viel Aufwand für zwei mittelgroße Zimmer, ehemals herrschaftlich (da war nichts mit Luxus). Schon eher im zauberhaften Boldsworth Hall and Garden. Bis in die 1950ger Jahre bewohnt, ist das Haus vollgestopft mit Luxus, ohne allerdings überladen oder übertrieben zu wirken. Leider war fotografieren verboten und alle 10m (!) saß ein Aufpasser. Dazu eine Grünanlage die ihresgleichen sucht, da hat sich ein Gärtner ganz seiner Leidenschaft hingeben dürfen. An dem Tag schaffe ich es noch an Leeds vorbei bis York, allerdings die letzten Kilometer nur im Stopp und Go.

noch mal Bolsover Castle         das Grab von Little John        Roche Abbey                        Brodsworth Hall and Garden

10.Woche vom 3.August bis 9.August 2012
Am Freitag die schöne Stadt York. Sie wird ihrem Ruf gerecht. Schmale Gassen, alte Fachwerkhäuser die längst nicht mehr senkrecht stehen, das riesige York Minster und eine fast komplett erhaltene Stadtmauer auf der man die Innenstadt praktisch umrunden kann. Später noch Proviant aufstocken und lange nach einer Selbstwaschanlage suchen, die in England eher stief- mütterlich behandelt werden, doch mein Auto hat etwas Pflege dringend nötig. Der Tag klingt aus im chinesischen Restaurant, mit einem all-you-can-eat Bufett für 9,95 Pfund (13€). Schön mal soooo satt zu sein. Samstag? Ja, genau, mehr Kultur. England ist voll mit “alten” Dingen. Ohne große Kriege auf eigenem Boden blieb viel erhalten. Bei (schon wieder) schönstem Wetter die Ruine der Kirkham Priory, dann das Helmsley Castle, die noch gut erhaltene Rievaulx Abbey der weißen Mönche und schließlich noch die der Glaubensbrüder in der nahen Byland Abbey. Nach so viel Kultur, Ruinen, Steinen und alten Sachen wird es Zeit für einen Wechsel. Quer durchs Land fahre ich nach Cumbria, in den so genannten Lake District. Die Strassen dahin typisch englisch. Schmal, unübersichtlich, ohne Seitenstreifen und ohne wirkliche Gelegenheit zu überholen (für mich noch schwieriger, da ich ja links sitze). Dazu begrüßt mich die Gegend ihrem Ruf entsprechend mit Regen (Cumbria bekommt den meisten Niederschlag in England ab). Doch die Schauer hören auf und ich finde einen Farmzeltplatz für 6 Pfund (7,50€).

mitten in York                         York - römisches Erbe             am Helmsley Castle                die Rievaulx Abbey

Der Sonntag Morgen beginnt schon mit einem komischen Gefühl der Vorahnung im Magen. Frisch und mutig gilt es den Skafell Pike zu erklimmen, den mit knapp 1.000m höchsten Berg von England (nicht von Großbritannien). Die zahlreichen Wolken am Himmel sehen recht ungefährlich aus, doch das ändert sich als ich mitten im Aufstieg bin. Den grauen Wolken folgt bald Regen, und die Entscheidung umzukehren war dann genau richtig, denn bald donnern gefährliche Gewitter durch die Berge. Trotzdem werde ich in den nötigen zwei Stunden zurück zum Campingplatz bis auf die Haut eingeweicht. Weil keine Besserung in Sicht ist breche ich das Zelt ab und finde ein Hostel, das (warum kann keiner erklären) die nächste Nacht laut Computer nur 5 Pfund (6€) kostet. Und wir reden hier von einem tollen Haus, in dessen Trockenraum meine Ausrüstung wieder Normalzustand erreicht. Montag regnet es am Vormittag noch, doch ich bleibe bei der geplanten Wanderung fast trocken. Leider versperren Wolken den Blick vom Gipfel des Helvellin, aber am Nachmittag reißt es beim Abstieg komplett auf und ich kann die Gegend in ihrer ganzen Schönheit bewundern.

Blick über den Lake Grasmere   viel Regen - viel Grün            der Lake District - so schön     oh diese Strassen...

Am Dienstag Sachen packen. Ich fahre zuerst nach Westen und nehme schmalste Strassen mit bis zu 30% Steigung den Hardknot Pass hinauf, da bin ich lieber motorisiert unterwegs. Auf dem Pass bauten die Römer vor 2.000 Jahren ein Fort, wer hier stationiert war hatte wohl das Gefühl bestraft zu sein. Wilde und scheinbar unbarmherzige Gegend, windumtost und men- schenleer. Auf dem Weg runter begegnen mir mehr Autos und es braucht Glück sowie Geschick aneinander vorbeizukommen. Wie auf dem Foto zu sehen (da war die Strasse im Verhältnis noch breit) säumen meist Mauern die Ränder, ein Ausweichen ist da nur begrenzt möglich. Gemütlich durchfahre ich den Lake District nach Norden und raste an einem schönen See noch zum Mittag. Südlich von Penrith ein paar Steinzeitmonumente (Arthur’s Round Table und Mayburgh Henge) sowie die Burgen Penrith Castle, Brougham Castle und später Carlisle Castle. Das Wetter inzwischen sonnig und trocken, ideal zum Reisen. Es reicht noch für die sehr schöne und eindrückliche Lanercost Priory bevor ich mich praktisch auf den Ruinen eines römischen Forts in Birdoswald zur Ruhe lege. Mittwoch geht es entlang der Hadrians Wall, die in Carlisle beginnt und durch das ganze Land früher bis Newcastle führte. Wir waren in Deutschland nicht die ersten die eine Mauer gebaut haben. 122 AD ließ der Römische Hadrian aus Furcht vor den Schotten diesen knapp 5 m hohen Schutzwall auf 120 km Länge errichten, von der West- bis zur Ostküste. In definierten Abständen gab es Wachtürme und Forts, wovon immer noch einiges zu sehen ist. Über eine hügelige Landschaft führen Mauerabschnitte, heute teils als Grundstücksbegrenzung genutzt und als Baustofflieferant wenigstens zur Hälfte abgetragen.

Carlisle Castle                        Hadrian’s Wall                                    Warkworth Castle mit Burgspektakel

Auch von den uralten Forts sieht man teilweise mehr als die Fundamente und erkennt noch immer die Fussbodenheizung, oder die Gemeinschaftslatrine ;-). Kurz Vor Newcastle biege ich nach Norden ab und fahre die Küste entlang. Mit einem Mal sind Tausende von Leuten unterwegs. Ganze Dörfer sind zugeparkt und ich verbringe an meinen Zielen nur so viel Zeit wie nötig. Warkworth Castle, Almwick Castle (Drehort von Harry Potter), Dunstanburgh Castle und Bamburgh Castle liegen alle neben der Küstenstrasse. Als letztes an diesem vollgepackten Tag ein Besuch von Holy Island. Mit dem Auto nur bei Ebbe zu erreichen liegt vor der Küste eine kleine Insel mit Dorf, Klosterruine und einer auf den Felsen thronenden Burg. Lindisfarne Castle und Priory, wer das nachschlagen will. Sehr schön, sehr eindrücklich und Dank meiner späten Ankunft mit nur noch wenigen Besu- chern. Abends Ankunft an der Küste in Berwick-upon-Tweed. Donnerstag folgt eine dringend notwendige Pause in Berwick. Ei- nen Tag lang nur auf der gut erhaltenen Stadtmauer spazieren, die Homepage voranbringen und die nächsten Schritte planen.

Eindrücke von Berwick-upon-Tweed                                   die Klippen von St.Abb’s Head    mein Hostel am Loch Lomond

11.Woche vom 10.bis 16.August 2012
Am Freitag Vormittag überschreite ich die Grenze nach Schottland. Es hat länger gebraucht her  zu kommen als geplant, aber mir bleiben noch knapp drei Wochen bis zur Fähre nach Irland. Nach Berwick führt der Weg die Küste entlang. Unterwegs ein Halt in St. Abb’s Head, wo ich auf einem 5 km langen Rundweg an herrlichen Klippen vorbei komme. Das Wetter meint es ausgesprochen gut und die Farben sind einfach nur gigantisch. Wie richtiger Urlaub am Meer (Wassertemperatur 15°C). Mit diesem Gefühl geht es hinein nach Edinburgh. Oh je, schnell holt mich der Stress ein. In der Stadt tobt ein Festival (geht den ganzen August) und es ist die Hölle los. Menschen über Menschen, kein Parkplatz, keine Übernachtungsmöglichkeit und falls doch dann total überteuert. So hat diese Stadt nicht die Spur einer Chance und fällt bei mir in die Rubrik: Nicht empfehlens- wert. Schade. Ich fahre weiter und finde ein Bett am schönen Loch Lomond in einem herrlichen alten Landsitz. Gute Nacht :-)
Samstag die Erstürmung des Ben Lomond, dessen Namensvetter in Neuseeland bei Queenstown steht. Eigentlich hat man von  oben einen schönen Blick, doch wie schon am Helvellin hüllt sich der Gipfel in Wolken und es reißt erst auf als ich wieder am Auto bin.
Am Sonntag gibt es kurzfristig eine Streckenänderung. In einer Schleife fahre ich über Stirling, eine sehr schöne Stadt die locker mit Edinburgh konkurrieren kann, aber viel weniger Touristen sieht. Von da aus nach Perth, wo heute die schottischen Highland Games stattfinden. Toll das ich das sehen kann. Alle, auch die starken Männer, in Röckchen - wie niedlich. Auf dem abgesperrten Grasstadion wird gelaufen, gespurtet, Rennrad gefahren (wie gesagt, auf Rasen!) und der stärkste Mann mit Hammerwerfen, Kugelstoßen und Baumstammwerfen gesucht. Nebenan Wettbewerbe in landestypischen Tänzen, Dudelsackgruppen und -solisten. Ich wusste manchmal gar nicht wohin ich zuerst sollte. Ein Bett ist unter diesen Umständen nicht in Perth zu finden und ich muss am Abend noch bis Pitlochry, am Fuße der Cairngorm Mountains.

Dudelsackgruppen beim Gang auf den Übungsplatz, bzw. beim Einspielen auf der Wiese

die weiteren Wettbewerbe, Farbe und Muster der Kilts sind übrigens clanabhängig und zeigen die Zugehörigkeit zur jeweiligen Familie, wovon es in Schottland mehrere hundert gibt

Montag bei tiefgrauen Himmel weiter nach Norden. Auf dem Weg liegt Dalwhinnie, eine der bekannteren Whisky Destillerien in Schottland. Schön nun nach und nach eine Verbindung mit solchen Namen wie Talisker, Glenfiddich, Lagavulin und Oban zu haben. Nördlich der Cairngorm Mountains finde ich ein Hostel in Glenmore und kann noch zu einer kleinen Wanderung auf- brechen. Hinauf auf den 800 m hohen Meall a Bhuachaille (die Namen sind hier teils gälisch). Abgesehen von der tollen Landschaft ringsum stürmt der Wind auf dem Gipfel jenseits der 100 km/h. Ich kann mich problemlos gegen den Wind lehnen und falle nicht um :-). Dienstag eine mehr professionelle Wanderung. Mitten hinein führt der Weg in die Cairngorm Mountains bis durch die Schlucht Lairig Ghru. Um den selben Weg zurück zu vermeiden erklimme ich eine Seite der Schlucht, auch wenn da kein Pfad existiert, und ziehe in einer Schleife bis zum Gipfel des Cairn Gorm (1245m). Unterwegs begegnen mir nur Rentiere. Ein toller Tag, der mit dem “Sprung” ins 50 km entfernte Inverness endet, wo ich die nächste Nacht verbringe.

Dalwhinnie Destillerie               die Lairig Ghru                       wilde Rentiere                        Inverness Castle

Mittwoch durch Inverness spazieren und dann am legendären Loch Ness entlang bis zum Urquhart Castle. “Nessie” tauchte dabei leider nicht auf. Später ein Bogen hinein in die Berge zum Glen Affric. Müde breche ich den Tag früher als geplant ab und zelte in Cannich. Ausgeruht geht es am Donnerstag weiter nach Norden. Hinter Beauly treffe ich auf die Küste und bleibe in ihrer Nähe. Tain, älteste Königsstadt Schottlands und das hübsche Dornoch liegen am Weg. In Ulbster führen die 320 Stufen der Whaligoe Steps dramatisch die Klippen hinunter und in Wick stehen die Ruinen des Sinclair Castle malerisch auf den Felsen. Mit John O’Groats erreiche ich die nordöstliche Ecke von Schottland und laufe zum Duncansby Head bevor ich in der Nähe zelte.
12.Woche vom 17.bis 23.August 2012
Der Freitag beginnt mit Regen, und am nördlichsten (Festland) Punkt von Großbritannien sieht man keine 50 m. Doch die Wolken verschwinden in Richtung Westen und in dem Maße wie die Sicht besser wird steigt mein Erstaunen. Das wahre Schottland beginnt HIER. Die letzten Tage waren schön, nett und interessant, aber jetzt zeigt sich der Stoff aus dem die Träume sind. Tief eingeschnittene Fjorde mit Klippen, Sandbänken und einer immer anderer Bergwelt dahinter. Genial! Ich halte häufig für Fotos, was bei dem wenigen Verkehr leicht fällt wenn man ein paar Regeln beachtet. Die Hauptstrasse (A9!) ist nur ein breiter asphaltierter Feldweg mit Ausweichstellen, gern von Schafen als Standplatz genutzt. Ein Vorankommen funktioniert, wenn auch langsam. Wie geplant erreiche ich am Abend Durness, im äußersten Nordwesten von Schottland. Der Campingplatz liegt gran- dios an der Steilküste und ich habe vom Zelt eine fantastische Aussicht auf die Bucht. Als wäre das nicht genug liegt um die Ecke die Smoo Cave (Höhle), in der ein Wasserfall die Szenerie bestimmt. Diese Kombination ist spektakulär und neu für mich.

am Fuße der Whaligoe Steps     Duncansby Head                mein Blick vom Zelt in Durness         die Smoo Cave

in den Highlands                     Kyle of Durness                     Loch Eribou                          A9 - Autobahn des Nordens

Samstag gilt es früh aufzubrechen, am Himmel keine Wolke. Die ersten Kilometer sind ein Traum und ich sauge die Landschaft förmlich in mich auf. Leider tauchen bald Wolken auf, ich bekomme aber den ganzen Tag keinen Regen ab. Von Blairmore eine Wanderung zur wundervollen Sandwood Bay, wo nur die Wassertemperatur verhindert das man sich in der Karibik wähnt. Das braucht einige Stunden und am Nachmittag bleibt nur Zeit für einen ermüdenden Weg über Felsen, Steine und viel Schlamm quer durch die Bergwelt zu einem Wasserfall. An dem Abend sieht mich das Bett sehr früh. Tags darauf ideales Wetter um einen Berg zu erstürmen. Die Munro’s (schottische Bezeichnung, mind. 3.000 Fuß (914m) hoch) Conival und Ben More Assynt liegen am Weg. Der Aufstieg ist recht anstrengend, doch die Sicht vom Gipfel heute absolute Spitze. Ich kann den gesamten Norden der Highlands sehen, was vielleicht zehn Mal im Jahr möglich ist. So glücklich vom Berg kommend stört der Benzinpreis in Ullapool nur wenig (1,47 Pfund = 1,86€, sonst im Schnitt 1,32 = 1,67€). In Dundonnell finde ich ein sehr schönes Hostel und schaffe es vor den Midges zu fliehen. Diese Mücken, kleiner als Obstfliegen, tauchen in wahren Wolken auf sobald es windstill und bedeckt ist. Heute Abend ist es so schlimm das keiner vor die Tür geht. Zelten wäre unter den Bedingungen die Hölle.

Loch Inchard                         Sandwood Bay                      Sandwood Bay                       Blick vom Ben More Assynt

Montag soll ein ruhiger Tag werden. Ich merke das es Zeit wird für eine Pause. Einfach irgendwo bleiben und die Füße hochlegen, das wärs. Das Wetter zeigt heute seine ganze Bandbreite, von Sonne bis Regen ist alles dabei. Langsam fahre ich an der schönen Küste nach Süden, halte für Fotos und kurze Spaziergänge. Kurz vor Kyle of Lochalsh ein Abstecher zum Eilean Donan Castle, eines der meistfotografierten in Schottland. Danach über die Brücke nach Skye (norwegisch: Insel der Wolken), wo ich in Broadford bleibe. Der nächste Morgen mit Regen, und der Wetterbericht meldet mehr davon. Der Empfehlung eines Italieners folgend fahre ich an die Westküste nach Elgol. Das Warten dort auf den Klippen wird belohnt: sind die Berge am Anfang noch in Wolken, reißt es später auf und das Panorama der Cuilin Mountains zeigt sich. Herrlich. Am Nachmittag mehr in den Westen der Insel, nach Carbost. Magnet hier: die Talisker Distillerie, der ich einen interessanten Besuch abstatte. 200 m weiter findet sich mit dem Old Inn der perfekte Ort für eine Pause. Ruhig an einem Loch (Fjord) gelegen, hübsches Haus, nette Gegend. Zwei Nächte bleibe ich, tue praktisch nichts, außer am PC die Fotos sortieren und mit der Homepage nachkommen.

Eilean Donan Castle                auf dem Weg nach Elgol            Blick von Elgol                       Strandleben auf schottisch

Der Ausruhtag tat gut und ich starte am Donnerstag wieder voll durch. Das Wetter ist besser als gemeldet (anscheinend wird immer schlecht gemeldet und jeder freut sich wenn dem nicht so ist), genau recht für draussen. Wandern in Schottland: meist existiert ein Pfad, nie ein Hinweisschild. Die Wege und Wiesen sind sumpfig, matschig und schlammig. Im Gegensatz zu Island, wo im porösen Lavaboden alles versickert, besteht Schottland aus massivem Fels und das Wasser bleibt an der Oberfläche. Der Tag beginnt mit dem Sgurr Mhairi. Der Pfad auf den 775 m hohen Gipfel verschwindet irgendwann und ich laufe wie es mir gefällt, bei Steigungen von über 60%. Das schafft, doch der Blick vom Gipfel ist genial. Runter vom Berg, ins Auto und weiter. Über Portree an der Ostseite der Insel entlang. Einige Sachen auf dem Weg, wie the Old Man of Storr, ein einzeln stehender Felsen, oder am Nachmittag die Quiraing. Diese erodierte Wand bietet Felsformationen wie “die Nadel” oder “das Gefängnis”. Dort muss ich einen heftigen Schauer überstehen, finde jedoch Schutz zwischen den Felsen. Übernachtet wird an der Küste in Flodygarry.

Jungs, schon größere gesehen?    Vogelscheuche mal anders          der Sgurr Mhairi                    the Old Man of Storr

13.Woche vom 24.bis 30.August 2012
Am Freitag scheint am Morgen noch die Sonne, man sieht aber schon das es sich ändern wird. Ich nutze die letzten Sonnen- stunden und fahre an der Küste entlang um die Nordspitze von Skye. Dabei kann man bis zu den Äußeren Hebriden nach Lewis und Harris schauen. Kurz vor Uig holt mich der Regen ein - und bleibt mir für die Fahrt aufs Festland erhalten.

Flodygarry                             die Nordküste von Skye          ohne Worte                        Blick nach Lewis, mit Phantasie...

Am Nachmittag Ankunft in Fort William. Viel Verkehr, Stau und kaum freie Betten. Meines findet sich im Ben Nevis Bunkhouse, genau am Aufstieg zum höchsten Berg von Großbritannien. Das Wetter hat sich inzwischen beruhigt, und da sich der Ben Nevis meist in Wolken hüllt, folge ich einem Gefühl und steige gleich auf, auch wenn es schon 17 Uhr ist. HUNDERTE von Leuten kommen mir entgegen, da weiß man was hier abgeht. Die 1300 Höhenmeter bis hinauf schaffe ich in 1:45:00 Stunden, das klingt wie in besten Zeiten. Auf dem Gipfel sind nur 5 Leute, und der Ausblick besser als gedacht. Rechtzeitig vor dem Einbruch der Dunkelheit bin ich zurück und sinke glücklich ins Bett. Am Samstag ein Bummel durch Fort William. Dabei finde ich den freundlichen Laden der mich zum Schotten macht - komplett bis ins Detail. Wert der Kleidung: 900 €. Der Wetterbericht fürs Wochenende erscheint recht gut, also zelten in Glencoe, 30km von Fort William. Den harten Aufstieg von gestern noch in den Knochen spaziere ich am Nachmittag nur hinauf ins schöne Lost Valley. Sonntag der würdige Abschluss meiner Trekkingzeit in Schottland: Entlang dem Aonach Eagach Grat, der sich über Kilometer hinzieht und auf dem Weg vier Munro’s hat: Sgurr nam Fiannaidh (967m), Stob Coire Leith (940m), Meall Dearg (953m), Am Bodach (943m). Das Wetter ist trocken und ruhig, anders wäre dieser Weg auch zu gefährlich. Häufig ist der Grat nur einen Meter breit und zu beiden Seiten fällt die Wand 300 m senkrecht ab, das ist nichts für schwache Nerven. Dazu versperren immer wieder Felstürme den Weg, über oder um die man unter Zuhilfenahme beider Hände herumklettern muss. So manches Mal ist das schon Bergsteigen, und mir begegnen Leute in Bergsteigerausrüstung. Meine Grenze des Machbaren ist damit erneut nach oben verschoben. Am Abend zur Feier des Tages in den Pub bei ein paar schottischen Bieren und Live Musik mit Dudelsack.

  schottischer Wetterbericht     das Tal Glen Coe                 der Gipfelgrat Aonach Eagach

Mc Kossack, ein echter Schotte

Montag Morgen weckt mich nach einer stürmischen Nacht der beginnende Regen, darauf packe ich die Campingsachen in Rekordzeit und fahre nach Glasgow. Die 130 km sind schnell Geschichte, doch der Regen bleibt mir und dem Tag erhalten. So wird der Stadtbummel durch Glasgow auf den Dienstag verschoben. Na ja, abgesehen von der Uni und dem tollen Park ist die Stadt recht zergliedert und ich bin schneller fertig als gedacht. Bei schönem Wetter fahre ich nach Süden und komme am Abend in Cairnryan im Südwesten von Schottland an. Der Ort besteht praktisch nur aus einem Fährhafen, doch genau deshalb bin ich hier: Mittwoch Morgen um 4.00 Uhr bringt mich P&O hinüber nach Irland, wo die Fähre zwei Stunden später in Larne anlegt. Die Nacht war ungeeignet zum Schlafen, also hole ich am Strand von Larne ein paar Stunden Schlaf im Auto nach. Mittwoch dann an der Küste entlang nach Norden. In Ballycastle hole ich mir nötige Informationen über Nordirland im Touristen- büro und bin nun um einen ganzen Stapel Papier reicher. Als nächstes ein Abstecher nach Armoy, wo ich die für mich schönste und eindrücklichste Landstrasse der Welt sehe. Dark Hedges ist nur eine unwichtige Nebenstrasse und paar hundert Meter lang, aber schaut sie euch an!

Glasgow                                  Reiseroute Irland                      the Dark Hedges, ein alter Buchenbestand

Die nächste Unterkunft findet sich in Ballytoy, ein kleines Dorf an der Küste. Es bleibt noch genug Zeit für einen schönen Spa- ziergang am Steilufer entlang bis ich müde in die Federn sinke. Donnerstag werden nach einem kräftigen Frühstück die Wander- schuhe gebraucht. Von Carrick-A-Rede, wo eine sehr schmale und abenteuerliche Hängebrücke hoch über dem Meer zu einer kleinen Insel führt geht es in westlicher Richtung am Meer entlang. Es ist ein idealer Tag und die Sonne scheint wie im Hoch- sommer. Sandige Buchten die zum Baden einladen (erst mit dem Zeh probieren, ist ganz schön kalt), grüne Klippen, Felsen und Steilküsten wechseln sich ab bis hin zum Giant’s Causeway - dem Besuchermagnet in der Gegend. Als hätten Riesen einen Fuß- weg gepflastert, liegen regelmäßige Basaltformationen an der Küste die langsam zum Meer hin abfallen. Interessant anzusehen.

Carrick-A-Rede Hängebrücke     die Küste im Norden               am Meer                              Giants Causeway

14.Woche vom 31.August bis 6.September 2012
Am Freitag Abschied nehmen vom schönen Sheep Island View Hostel und weiter durch Nordirland. Unterwegs in Portbradden an der kleinsten Kirche Irlands vorbeischauen, in die nur 8 Menschen passen. Nächster Halt in Bushmills, wo die älteste (offizielle) Whisky Destillerie der Welt steht. King James I vergab 1608 die Lizenz. Am frühen Nachmittag Eintreffen in Londonderry - oder Derry, je nachdem auf welcher Seite der Nationalisten man steht. Die Stadt macht auf mich den selben trüben Eindruck wie das Wetter und ich bleibe nur eine Nacht. Samstag über die grüne Grenze (sprich unsichtbar) nach Irland (Republik) in die Euro- zone. Anvisiert wird der nördlichste Punkt der Insel - Malin Head. Das Hostel dort ein absoluter Knüller: ruhig, überfreundliche Besitzer, gemütlich wie bei Oma und direkt am Meer. Das Wetter wird zunehmend schlechter und ich bleibe den restlichen Tag im Sessel vor dem großen Fenster sitzen. Der Torfofen spendet wohlige Wärme und mit einem Tee in der Hand schaue ich dem aufziehenden Sturm zu wie er das Meer ans Ufer peitscht. Herrlich.

kleinste Kirche Irlands            Derry, noch immer streitbar     war schwieriger als es aussieht  Sturm - vom Sessel aus

Sonntag beruhigt sich alles und ich kann um die Halbinsel spazieren bis am Nachmittag mein Weg durch das halbe County Donegal bis nach Malinbeg führt. Unterwegs liegen ein paar Kleinigkeiten an der Strecke und der Tag vergeht wie im Flug. Mon- tag war ein Besuch der Steilküste geplant, doch das Wetter spielt nicht mit. Zu windig, zu regnerisch und damit zu gefährlich. Dienstag Morgen ein blauer Himmel und damit das Signal zum Aufbruch nach Slieve League. Diese Klippen erheben sich fast 600 Meter senkrecht aus dem Meer und gehören so zu den höchsten dieser Art in Europa. Dazu sind sie farbenfroh und recht fotogen. Häufig am schmalen Grat entlang führt der Pfad, der in Teilen zu Recht den Namen “One Man Pass” trägt. Doch nach Aonach Eagach in Schottland kann mich so etwas kaum schrecken. Vier Stunden dauert es bis ich wieder am Auto bin, wo das Navi erzählt das für die nächsten 260 km sage und schreibe vier Stunden Fahrt anstehen. So ist Irland. Die Strassen schmal, recht schlecht und häufig keine 100 m gerade aus. Puh, das schafft. Abends die Ankunft in der Nähe von Drogheda, wo noch bleibt einen lieben Besuch vom Flughafen abzuholen. Gemeinsam schauen wir uns am Mittwoch Dublin an. Die Hauptstadt freundlich, entspannt und schöner als gedacht, was wahrscheinlich auch an meiner Gesellschaft liegt. Donnerstag bei erneut herrlichem Wetter (kommt der Sommer zurück?) noch die kleinen Städtchen Skerrie und Malahide besuchen bevor der Flugha- fen erneut zur Debatte steht. Nun bin ich wieder allein unterwegs und stecke gleich komplett in der Rushhour von Dublin fest, so das ich es nur noch bis in die südlichen Vororte schaffe.

Abend in Malinbeg                  die Klippen von Sleave League, auch andere lieben die Gefahr              Dublin

15.Woche vom 7. bis 13.September 2012
Freitag führt die Strecke in der Nähe der Küste entlang nach Süden. Das Wetter macht den Eindruck als will es Herbst werden, doch nach dem Morgennebel reißt es auf - wenn auch bei niedrigen Temperaturen. Einer der wenigen Stopps in Glendalough, ein alter Klosterstandort in einem versteckten Tal. Geschlafen wird in Kilkenny, ein hübscher kleiner Ort, ungefähr 80 km von Dublin entfernt. Samstag Morgen ein Besuch der Ruinen von Kells. Besonders hübsch und eindrücklich weil auf dem Grund noch Schafe weiden. Dann dauert es nicht mehr lange bis Cork. Ich hatte wenig erwartet, aber die Stadt macht Eindruck. Lebendig, mit Geschichte und irgendwie richtig irisch. Das sich die Saison hier dem Ende neigt merke ich daran das die Hostels immer leerer werden, auch in Cork habe ich ein Zimmer mit 10 Betten für mich allein. Sonntag schlägt erneut der Regen zu und ich breche eher missmutig auf, doch wie  in Irland typisch scheint nur 15 km weiter die Sonne. Ideal um dem Örtchen Kinsale einen Besuch abzustatten. Bunt, überraschend und verspielt sind die Attribute die mir an diesem ruhigen Vormittag bei einem Bummel durch die engen Gassen einfallen. Hinterher fahre ich voller Hoffnung weiter an der Küste entlang, doch es zieht sich wieder zu und die Gegend macht einen recht deprimierenden Eindruck. Nachdem mir zwei Hostels nicht gefallen haben schlafe ich schließlich auf der Beara Halbinsel, wo ich ein Hostel auf der grünen Wiese für mich allein habe. Montag beleitet mich das unangenehme Wetter nach Kilarney. Der Ort ist schön und vor den Toren liegt ein Nationalpark. Die Berge ringsum lasse ich in Ruhe, ein Aufstieg würde sich nicht lohnen, denn alles versteckt sich in den Wolken. Für den See und die angrenzenden Wälder ist es aber schön genug und es bleibt trocken. Lange Spaziergänge geben mir die Gelegenheit intensiv über das Ende der Reise hinaus nachzudenken. Keine einfache Geschichte, die mich in letzter Zeit immer wieder beschäftigt und nun tagelang in meinem Kopf umher springt und keinen Platz für anderes lässt. Nach einem harten Schnitt wurde eine Idee geboren und ich arbeite an einem Plan, doch mehr dazu später. Zurück zu Kilarney. Im Nationalpark steht eine alte Abtei, Herrenhäuser und einige hübsch angelegte Gärten. Dazu gibt es seltene Waldbestände, die ich am ehesten als “Märchenwald” bezeichnen würde.

Wald bei Glendalough               Cork                                    buntes Kinsale                      im Kilarney Nationalpark

Mittwoch nehme ich den “Ring of Kerry” in Angriff. Dieser “Ring” ist die Strecke um die Halbinsel Kerry herum, ungefähr 180 km lang und praktisch von jeder Reisegruppe besucht. Die Strecke ist hübsch, aber in meinen Augen selten atemberaubend. So bin ich schneller als geplant herum, übernachte an der Spitze der Halbinsel in Ballingskellig und fahre am Dienstag bei erneut sehr trübem Wetter auf die Dingle Halbinsel etwas weiter nördlich. Im Örtchen Dingle finde ich das sehr schöne Rainbow Hostel und erlebe eine frische Nacht - wir bewegen uns nachts bereits im niedrigen einstelligen Temperaturbereich.   

Friedhof am Meer                   gelungene Symbiose              Ringfort, 3000 Jahre alt           typische alte Bauform

16.Woche vom 14. bis 20.September 2012
Freitag zeigt mir Petrus und die Gegend wie schön es hier sein kann. Am Morgen ziehen noch dunkle Wolken und Schauer durch, doch danach bleibt es sonnig und ich erlebe eine atemberaubende Strecke immer an der Küste entlang. Die Spitze der Dingle Halbinsel ist windumtost, aber die Strände und Klippen entschädigen mehr als genug. Auf winzigen Strassen, bei denen auf Schafe und Gegenverkehr zu achten ist, erlebe ich ein Irland wie aus dem Bilderbuch. Danke. Tralee und Limerick sind dann nur Durchgangsstationen denn das nächste vernünftige Hostel steht in Ennis. Samstag ein Stück weiter durch das County Clare (die Iren haben mehr und kleinere Counties als die Schweiz Kantone) in Richtung Küste. Doolin wird zur Basis meiner Wahl. Die geplante Wanderung zu den Cliffs von Moher breche ich nach einer Stunde ab, mancher mag es ahnen - wegen dem Wetter. Sturm, dunkle Wolken und aufziehender Regen vermiesen den Aufenthalt im Freien, aber am Torf gefeuerten Ofen sitzt man bequem und ich kann Fotos sortieren und diese Homepage aktualisieren.

westlich von Dingle                Slea Head                             Dunquin, der Hafen                 wilde Küste von Kerry

Sonntag beginnt der Tag mit Wolken und Schauern. Doch die ziehen schnell durch und nach dem Mittag beruhigt sich alles. Ich fahre mit dem Auto zu den Cliffs of Moher, meide aber das Besucherzentrum und nähere mich über abgelegene Strassen. Das lohnt sich, denn startend von einem Wachturm aus Napoleons Zeiten aus kann ich die gesamte Steilküste einsehen, ohne beschränkende Mauern und ohne Massen von Touristen. Das dieser Teil den Besuchern verschwiegen wird hat seinen Grund. Der Pfad führt teilweise genau am Rand der Steilküste entlang, bei stürmischen Böen ein gefährliches Abenteuer welches mir Freude macht. Am Montag das übliche wechselhafte Wetter. Man gewöhnt sich daran und ich plane nur kurze Aufenthalte im Freien, denn nach dem 8. Schauer höre ich auf zu zählen, auch wenn noch kein Mittag ist. Die sonnigen Abschnitte reichen um die Landschaft “Burren” zu genießen. Nachdem in der Gegend vor hunderten von Jahren fast der gesamte Wald gefällt wurde, hat die Erosion den Rest besorgt und fast nur den Kalksteinfels zurückgelassen, was auf besondere Art sehenswert ist.

Cliffs of Moher, 200 m hoch      der Pfad am Abgrund               Landschaft “The Burren”, im Prinzip eine Kalksteinwüste

Auf dem Weg durch “The Burren” liegt manch eindrucksvoller Friedhof, Steinzeit alte Ringsiedlungen und Begräbnisstätten. Dienstag dann mein letzter Tag auf der Insel. Von Galway aus fahre ich quer durchs Land. Unterwegs kurze Fotostopps, bis der Besuch in Irland mit einem Paukenschlag endet. In Newgrange liegt eine der größten und best erhaltenen heiligen Stätten aus der Steinzeit (Bru na Boinne - der Boyne Palast). “Nur” ein künstlicher Erdhügel, 80 m Durchmesser (200 Tonnen Baumaterial), mit einem schmalen 20 m langen Gang ins winzige Innere - eine kreuzförmige Kult-/Begräbnisstätte (Platz für 20 Leute). Das alles 5.000 Jahre alt und damit älter als Stonehenge oder die Pyramiden. Die schon damals konstruierte Dränage hält seit all den Jahren die mit Kuppeldach versehene Kammer trocken. Den intensivsten Moment erlebe ich als mit künstlichem Licht gezeigt wird wie nur während der kürzesten Woche des Jahres (um den 21.12.) über ein nicht sichtbares Fenster die Kammer minutenlang bei Sonnenaufgang erhellt wird und danach wieder in Dunkelheit versinkt. Was für Baumeister!

“The Burren” aus der Nähe      irischer Friedhof: heute...        ...und vor 2.000 Jahren            Newgrange

In der Nacht zu Mittwoch bringt mich die Fähre von Dublin nach Holyhead, am Nordwestzipfel von Wales. Ohne viel Schlaf starte ich durch, denn das Wetter ist Klasse. Schöne Buchten und Strände, eine kleine Kirche auf den Felsen vor der Küste und ein Besuch der Stadt mit einem unaussprechlichen Namen: das Foto vom Bahnhof beweist es. Noch ein Besuch von Conwy, mit Burg und mittelalterlicher Stadtmauer bevor ich in den Bergen des Snowdonia Nationalparkes hundemüde in die Federn sinke. Donnerstag war eine Wanderung auf den höchsten Gipfel von Wales geplant, doch schlechtes Wetter treibt mich zurück. Aber mein Hostel ist angenehm und hübsch an einem Bergsee gelegen, da lässt sich der Rest des Tages gut drinnen verbringen.

Karte England, Teil 3              ein Stadtname in Wales           die lies mich nah heran           Watkin Pfad, Snowdonia

17.Woche vom 21. bis 27.September 2012
Freitag sieht das Wetter besser aus. Mittag mache ich mich auf den Snowdon (1085m) zu erstürmen. Der Watkin Pfad lässt sich angenehm laufen und auf dieser Seite des Berges sind kaum Leute unterwegs. So gestaltet sich der Aufstieg angenehm ruhig. Die Ausblicke von unterwegs sind bereits schön, vom Gipfel aus sind sie dann berauschend. Einige graue Wolken umrahmen den Blick über die Gipfel bis hinaus aufs Meer. Ein herrlicher Tag. Der Samstag schließt daran nahtlos an, Wolken- loser Himmel, kein Lüftchen weht - wir sind im Zentrum eines Hochdruckgebietes. Ideal für die Berge. Die Gipfelrunde über Tryfan, Glyder Fach und Glyder Fawr ist verhältnismäßig kurz, doch es wird mehr eine Kletterparty denn eine Wanderung. Schon den Tryfan hinauf braucht es beide Hände und der Aufstieg zum Gipfel des Glyder Fach führt durch ein Labyrinth von Felstürmen senkrecht rauf und runter. Bei diesem Wetter ein Genuß. Die ungewöhnlichen Gipfelfelsen “Adam und Eva”, die spit- zen Felsblöcke vom “Palast der Winde” sowie die Schlucht “Teufels Küche” würzen die lohnenden Kilometer. War das schön. Danach wird es Zeit den Snowdonia Nationalpark zu verlassen und in Richtung Süden finde ich an der Küste in Borth ein Bett.

Blick vom Snowdon                Teile des Watkin Pfades         Blick vom Tryfan                   Rätsel: wonach sieht der See aus?

Sonntag hält der Herbst mit kaltem stürmischen Wind und grauem Himmel Einzug. Vorbei an Aberyswyth und anderen unge- wöhnlichen Stadtnamen wie Cwmgwrench (Aberteifi, zu englisch Cardigan, klingt etwas besser, bedeutet aber auf deutsch: Strickjacke) fahre ich an der Küste entlang nach St Davids, der kleinsten City von England. City darf sich nur nennen wer eine Kathedrale vorweisen kann, auch wenn z.B. St Davids nur ein paar Strassen und 1.800 Einwohner hat. Bei Nieselregen bleibe ich nur kurz und lasse mich 50 km weiter in Manorbier nieder. Das Hostel in einem ehemaligen Gebäude des Verteidigungs- ministeriums, das für Schießtraining gesperrte Gelände gleich nebenan. Am Montag wieder schönes Wetter und Pembrokeshire entfaltet seine ganze Schönheit. Die Küste wild, die Klippen farbig und die sandigen Buchten dazwischen so schön wie in der Karibik. Shrinkle Beach, Barafundle Bay, Bosherston und nach 16.30 Uhr noch St Govans Head, weil das Militär pünktlich Feierabend macht und das gesperrte Gebiet öffnet. In den Nachrichten übrigens die ersten Berichte von heftigem Regen und Überschwemmungen, glücklicherweise nicht dort wo ich unterwegs bin.

Strassenschilder in Welsh        bei Manorbier                        bei Bosherston                       am Stackpole Head

Dienstag ein Besuch von Tenby. Ideal an der Küste gelegen mit malerischer Bucht, breitem Strand und toller Architektur aus mehreren Epochen. Den Rest des Tages verbringe ich auf der Strasse, geplante Besuche auf der Strecke fallen dem teils hefti- gen Regen zum Opfer. Ziel des Tages ist Bristol, wo ich nach Matt, Nicki und ihrem am 8.8.2012 geborenen James Donovan schaue. Der Besuch nur kurz, am nächsten Tag geht es weiter nach Cornwall. Langsam rennt mir die Zeit davon, ich will aber unbedingt diese Ecke von England sehen. Ein später Aufbruch läßt wenig vom Tag übrig und ich peile das Hostel in Tintagel an, gelegen am Ende einer für mein Auto gefährlich schlechten Strasse. Dafür entschädigt die Lage genau auf den Klippen mit Blick aufs stürmische Meer. Donnerstag ein Besuch von Tintagel Castle, eine Ruine ganz nett auf den Felsen gelegen. Nach all den eindrucksvollen Küsten in letzter Zeit halte ich mich nun mehr ans Landesinnere. Bodmin Moor überrascht mit einer ganz ande- ren Landschaft. Fast baumlos, mit flachen Hügeln und weitem Blick. Das Staunen wird noch größer als ich in den Dartmoor Nationalpark komme. Gelegentliche Granitgipfel schauen aus einem sanften und manchmal doch überraschend steilen Land- schaftsverlauf hervor. Die Gegend ist außergewöhnlich. Schmalste Strassen, kaum Bewohner und man kann sich gut vorstellen wie Nebel über dem Moor alle Konturen verwischt und solche Geschichten wie “Der Hund von Baskerville” aufkommen. Das Hos- tel in Widecombe-in-the-Moor entpuppt sich dann aus der selben Zeit. Alt, abgewirtschaftet, dunkel und kalt. Aber ich finde noch eines in Moretonhampstead, wo ein Schild dazu auffordert sich selbst einzuchecken, die Besitzerin kam spät abends.

mitten in Dartmoor                 Launen der Natur                    Hallo Locke                           lang keiner telefoniert?   

18.Woche vom 28. September bis 4.Oktober 2012
Freitag Morgen weckt mich der Regen, doch nach dem Frühstück kommt die Sonne raus. Vom Hostel ausgerüstet mit einer detaillierten Karte der Gegend wage ich mich hinein ins Moor. Die Strassen nur so breit wie das Auto, viele Kurven und kleine Kreuzungen, zu beiden Seiten Mauern und Hecken 3 Meter hoch. Das kostet Konzentration. Irgendwo das Auto abstellen und zu Fuß über Weiden und durch Farne auf die Hügel der Gegend, hier “Tor” genannt. Die 400 m hohen Gipfel gestatten weite Blicke ins Land, immer wieder gekrönt durch Granitfelsen, wobei solche Werke der Natur wie “Cheesewring” (Bodmin Moor) und Bowermans Nose herausstechen. Bei dem Versuch einem nicht existierenden Pfad zu folgen versinke ich übrigens einmal fast bis zum Knie, Moor eben. Am späten Nachmittag reiße ich mich von der Gegend los und kehre zu Matt und Nicki nach Bristol zurück. Samstag ist mein letzter Tag in Großbritannien. Das Wetter zeigt sich von seiner schönsten Seite und wir fahren mit Klein-James nach Bradford-on-Avon, ein hübsches Städtchen. Am Abend ein Abschied von lieben Freunden und schnell nach Portsmouth, um die Fähre von LD Lines nach Le Havre zu bekommen. 23 Uhr legen wir ab und sind Sonntag Morgen um 8 Uhr in Frankreich. Le Havre wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut, die Betonarchitektur war damals in Frankreich genau so furcht- bar wie z.B. in Dresden. Die moderne Kirche sieht von außen aus wie ein Silo, allerdings zaubern tausende von kleinen Fenstern ein tolles Licht im Inneren. Langsam fahre ich bei erneut traumhaften Wetter die Küste der Normandie entlang, mit einigen Stopps an historischen Plätzen vom D-Day. Bunkeranlagen der Deutschen und selbst Teile künstlicher Hafenmolen der Alliierten widerstehen seit fast 60 Jahren Wind und Wetter. Der letzte Halt des Tages am Soldatenfriedhof in La Cambe, beklemmender Schlusspunkt eines schönen Tages. Zwei angepeilte Hostels haben bereits Saisonende, also noch mal Camping. Montag ein Besuch von Mount St Michel, einer der Gründe warum ich unbedingt in die Bretagne wollte. Das Kloster auf dem Felsen vor der sonst flachen Bucht grandios, nur rauben Baufahrzeuge Ruhe und Grandesse. Um leichten und gezeitenunabhängigen Zugang zum Kloster zu schaffen (Tourismus) wurde in den 60gern ein Damm mit Strasse gebaut. Die Natur beantwortete die fehlende Wasserzirkulation mit rasend schneller Sedimentablagerung, der Mount ist praktisch keine Insel mehr. Nun wird mit technischem Millionenaufwand versucht die Fehler zu revidieren und die gesamte Bucht ist eine einzige Baustelle.

die Kirche von Le Havre          Dörfer in der Normandie          deutsche Verteidigungsanlage     Mount St Michel

Der nächste Tag beginnt mit einem Stadtbummel in St Malo, schön am Meer gelegen mit einer noch existierenden Stadtmauer. Nach Meer und Strand führt der Weg ins Landesinnere nach Dinan. Die Stadt im Kern praktisch noch aus dem Mittelalter. Fachwerk, Feldsteine und nichts mehr wirklich gerade, doch gerade deswegen sehenswert. Dann verlässt mich das Glück. Hos- tels geschlossen, auch wenn laut Internet bis Ende Oktober offen, mieses Wetter und kleine Geschichten die zweifeln lassen ob ich hier willkommen bin. Campingplätze sind kein Thema mehr, die haben teils schon zu und abgesehen vom Wetter wird es vor acht dunkel. Hotels würden mein Budget sprengen. Also nehme ich das als Zeichen und kürze ab. Am Mittwoch ein langer Tag im Auto um die 500 km bis Paris zu schaffen - ohne Mautstrecke! Zusammen mit vielen LKW trotze ich Sturm, Regen und Bezahlstrassen. Donnerstag früh bin ich mit bei den ersten die das Chateau von Versailles betreten - der frühe Vogel fängt den Wurm (war nicht schwer, habe auf dem Parkplatz nebenan übernachtet). Versailles? Klasse. Prunk, Pomp und Extravaganz. Das beschreibt Schloss, Gärten und Parks am besten. Allein der Spiegelsaal ist ein Traum in Marmor, Kristall und Gold. Danach beziehe ich mein mit Mühe ausgesuchtes Hostel in Paris. Bezahlbar, ruhig gelegen und mit kostenlosem Parkplatz.

Reiseroute durch Frankreich      Dinan                                   Versailles                             Versailles, der Spiegelsaal

19.Woche vom 5. bis 11.Oktober 2012
Freitag spielt das Wetter mit, also Stadtbummel. Was soll ich sagen: Paris ist Paris, ist Paris. Viele von euch waren schon hier, und allen die es noch nicht geschafft haben kann ich einen Besuch nur wärmstens empfehlen. Ich fühle mich von Anfang an wohl und Paris bekommt den ersten Platz im “Großstadtwettkampf” diesen Sommers. Auch wenn die Hauptattraktionen von Menschen überrannt sind, so finden sich doch ein paar kleine Gassen weiter nette Cafes, etwas Ruhe und ein entspannter Lebensrhythmus. Zu Fuß erkunde ich das Zentrum und auf dem Weg liegen: die Inseln in der Seine: Ile de St Luis, Ile de la Cite mit der Kathedrale Notre Dame, danach die Sorbonne, das Pantheon, der botanische Garten, Palais de Luxembourg, Friedhof Montparnasse, Hotel des Invalides, Parc du Champs de Mars, Eiffelturm, Palais du Trocadero, Arc de Triomphe, Champs Elysees, Grand Palais, Petit Palais, Jardin des Tuileries, Louvre! So vergeht der Tag und ich habe am Abend qualmende Füße.

Paris, Eiffelturm                    die Kathedrale Notre Dame       Hotel des Invalides...           ...und von der anderen Seite

Samstag bleibe ich außerhalb vom Zentrum und spaziere lange durch den sehr sehenswerten Friedhof Pere Lachaise. Die Gräber teils hunderte von Jahren alt, verwachsen, grün und die gesamte Anlage von Hügeln durchzogen. Nach dem Mittag der Bummel hinüber in den Stadtteil Montmartre. Alte überdachte Boulevards, die Oper, Place de la Madeleine, Pigalle und schließlich die Basilique de Sacre Coeur. Leider fängt es an zu regnen und ich muss den Schirm auspacken. Bereits am Nachmittag bin ich wieder im Hostel, koche ein spätes Mittag (oder frühes Abendessen) ruhe mich kurz aus und starte am Abend erneut Richtung Stadt. Heute ist eine “”Nuit Blanche” - eine weiße Nacht. Die Museen öffnen kostenlos die halbe oder ganze Nacht und auf den Strassen rund um die Seine soll einiges geboten werden. Nun, nicht nur ich werde von dieser angepriesenen Nacht herb enttäuscht. Die Museen die ich sehen möchte haben trotz anders lautender Information geschlossen und an den anderen steht man im Regen bis zu einer Stunde an um reinzukommen. Auch auf den Strassen kann man außer vielen Autos nichts erleben, was aber auch dem Regen zugeschrieben werden kann. So breche ich nach Mitternacht ab und ziehe mir ein trockenes und warmes Bett vor. Sonntag endet mein Besuch in der französischen Metropole und auf einer ziemlich direkten Linie peile ich Deutschland an. Für einen halben Tag besuche ich Reims in der Champagne, sehe die sehr eindrucksvolle Krönungskathedrale von 36 europäischen Oberhäuptern und gebe mich dann zwei Etagen tiefer in den Kellern von Taittinger dem Genuss von Champagner hin. Der Gang durch das angesehene Haus führt vorbei an zig tausend Flaschen jeder Größe in denen das teure Gesöff vor sich hin reift. Die ältesten Keller stammen noch aus römischen Zeiten aus dem 4. Jahrhundert!

der Louvre bei Nacht               Friedhof Pere Lachaise            Taittinger überirdisch              Taittinger unterirdisch

Montag verlasse ich Frankreich und statte Luxemburg einen Besuch ab. Die Hauptstadt ist übersichtlich und in ein paar Stunden abgelaufen. Hervorzuheben sind die tolle Lage und die noch immer eindrucksvollen Wehranlangen auf den Felsen, hauptsächlich entworfen und gebaut von Österreichern. Damit endet meine Reise durch den Nordwesten von Europa und am Dienstag den 9.10. mache ich mich bei wundervollem Herbstwetter auf in die Heimat. Ich habe viel gesehen und erlebt. Kultur und Architektur spielte dabei eine ebenso große Rolle wie Landschaft und Natur. Island ragt als besonderes Highlight heraus, gefolgt von Schottland und Irland.
Viel Zeit bleibt zu Hause in Crimmitschau nicht. Neue Pläne existieren bereits und müssen in letzten Details nun in die Tat umgesetzt werden. Ihr könnt gespannt bleiben, denn das Abenteuer geht weiter..
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Kathedrale in Reimes...            überarbeitete Bildhauerei         hübsche Details                     Kathedrale Luxemburg